Wasserversorgung
Wassergewinnung
Wasseraufbereitung
Wassertransport und
-speicherung
 
 
 
 

Wasserversorgung




 

space (1K)
KontaktKontakt

Der Anlagenverbund der Harzwasserwerke GmbH besteht in seiner heutigen Form seit mehr als 25 Jahren und ist eine wichtige Grundlage für eine dauerhaft sichere (Trink-)Wasserversorgung und erfüllt darüber hinaus auch andere wichtige Aufgaben.

Zusätzliche Informationen

VERBUNDSYSTEM

hwwi_a4_022.jpg

Eine Darstellung des Trinkwasserverbundsystems der Harzwasserwerke GmbH finden Sie hier.

hwwi_a5_022.jpg

In dieser Darstellung wird die Verbundwirkung verdeutlicht.

DAS GRANE-SYSTEM

hwwi_a2_022.jpg

Im Hinblick auf die Größe ihres natürlichen Einzugsgebietes ist die Granetalsperre mit ihrem Speichervermögen von 46,4 Mio. Kubikmeter ungewöhnlich groß bemessen. Sie ist so groß ausgelegt worden, damit zusätzlich Wasser aus der Okertalsperre und der Radau (über den Oker-Grane- und den Radau-Stollen) sowie mittels einer Rohrleitung aus der Gose und der Innerstetalsperre übergeleitet, gespeichert und auf diese Weise für die Trinkwasserversorgung nutzbar gemacht werden kann.

space (1K)

ENTSTEHUNG DES VERBUNDSYSTEMS DER HARZWASSERWERKE GMBH






































oben (1K)

Mit dem Bau der Sösetalsperre, des dortigen Wasserwerkes Söse und der bis nach Bremen führenden Wassertransportleitung Söse-Nord wurde bereits in den frühen 1930er Jahren der Grundstein für den heutigen Anlagenverbund der Harzwasserwerke GmbH gelegt. Anfang der 1940er Jahre folgte die Eckertalsperre mit dem zugehörigen Wasserwerk Ecker und der Wassertransportleitung Ecker, die über Braunschweig bis nach Wolfsburg führt.

Aufgrund des in den 1950er und 1960er Jahren stetig ansteigenden Trinkwasserbedarfs wurde das Söse-System nach und nach durch die Aufschaltung der Grundwasserwerke Liebenau, Schneeren, Ristedt und Ramlingen erweitert. Um den Kunden im Grundwasserbereich eine vergleichbar hohe Wasserqualität zu bieten und um die Verträglichkeit und Mischbarkeit des aus dem Grundwasser gewonnenen Trinkwassers mit dem sehr weichen Harzwasser zu gewährleisten, wurden die Grundwasserwerke an Standorten mit kalkfreien Sandböden errichtet, in denen ein von Natur aus weiches Grundwasser anzutreffen ist.

Ein zentraler Baustein des Verbundsystems der Harzwasserwerke GmbH entstand Anfang der 1970er Jahre mit dem Bau des Granesystems, bestehend aus der Granetalsperre und den Über- bzw. Beileitungen aus Oker- und Innerstetalsperre (Radau/Romke) sowie dem Wasserwerk Grane. Über die Wassertransportleitungen Grane-West und Grane-Ost wurde am Hochbehälter Petze bzw. Lewerberg der Verbund zur Wassertransportleitung Söse-Nord bzw. Ecker und somit zu den Wasserwerken Söse und Ecker hergestellt.

Mit dem Bau des zweiten Wasserwerkes an der Sösetalsperre und der Wassertransportleitung Söse-Süd zur Versorgung der Stadt Göttingen wurde Ende der 1970er Jahre eine wichtige Redundanz geschaffen und damit die Versorgungssicherheit für die Kunden im Söse-Einzugsgebiet deutlich erhöht.

Der Anlagenverbund der Harzwasserwerke GmbH mit seinen wesentlichen Bestandteilen besteht somit bereits seit über 25 Jahren, in denen unter anderem mit der Zementmörtelauskleidung der Wassertransportleitungen Söse-Nord und Ecker oder dem Ausbau des Wasserwerkes Ecker wesentliche Systemteile erneuert sowie kleinere Systemergänzungen und -verbesserungen (zum Beispiel durch den Bau einzelner Druckerhöhungsanlagen) zur Erhöhung der Systemsicherheit vorgenommen wurden.

space (1K)

DIE HARZER TALSPERREN IM VERBUND
















oben (1K)

Der Verbund einzelner Harztalsperren untereinander sorgt auch in längeren Trockenperioden für eine sichere Versorgungsbasis.

Von herausragender Bedeutung ist in diesem Zusammenhang der Oker-Grane-Stollen, der in Jahren 1969 bis 1972 errichtet wurde. Durch den Stollen werden Jahr für Jahr große Wassermengen von der Oker- zur Granetalsperre im freien Gefälle, das heißt ohne künstliche Anhebung des Wassers, übergeleitet. Eine herausragende Stellung im Gesamtsystem nimmt darüber hinaus die Überleitung von der Innerste- zur Granetalsperre ein. Die Überleitung des Wassers aus der Innerstetalsperre erfolgt in diesem Fall über eine Rohrleitung und eine Druckerhöhungsanlage am Fuß der Talsperre. Ferner ermöglicht das Oberharzer Wasserregal mit seinen in den Einzugsgebieten der großen Talsperren gelegenen, zahlreichen Teichen und Wasserläufen eine bedarfsgerechte Bewirtschaftung und Verteilung des Wassers. So ist beispielsweise eine Verlagerung von Wassermengen aus dem Einzugsgebiet der Oker- in das Einzugsgebiet der Sösetalsperre möglich.

space (1K)

TRINKWASSERTRANSPORT UND -SPEICHERUNG

































oben (1K)












































oben (1K)

Versorgungssicherheit wird bei der Harzwasserwerke GmbH groß geschrieben. Das Leitungsnetz ist ein Verbundsystem, in das drei Talsperren- und vier Grundwasserwerke einspeisen - steht beispielsweise ein Wasserwerk vorübergehend nicht zur Verfügung, so kann dieser Verlust durch die anderen Wasserwerke kompensiert werden. Dank dieses ausgereiften Systems - ergänzt durch ausreichend dimensionierte Speicherbehälter und Reservekapazitäten - erhalten die Kunden Tag für Tag eine Versorgungssicherheit rund um die Uhr. Für die Wasserversorgung von Haushalten und Industrieunternehmen ist neben einer guten Wasserbeschaffenheit auch Zuverlässigkeit und Planbarkeit wichtig.

hwwi_a1_022.jpg

Nach Abschluss der Wasseraufbereitung in den Talsperren- und Grundwasserwerken gelangt das Trinkwasser über die insgesamt rund 520 Kilometer langen und bis zu einem Meter dicken Wassertransportleitungen der Harzwasserwerke GmbH zu den Kunden.

Auf dem Weg zu den Kunden wird das Trinkwasser an zehn Hochbehälterstandorten zwischengespeichert. Die Hochbehälter unterteilen die Wassertransportleitungen in einzelne Druckabschnitte und dienen darüber hinaus dem Ausgleich von Bedarfsspitzen und der Überbrückung von Ausfallzeiten. Insgesamt steht für diese Zwecke im Trinkwasserverbundsystem der Harzwasserwerke eine Speicherkapazität von rund 190.000 Kubikmetern zur Verfügung. Aufgrund des Höhenunterschiedes zwischen Harz und Harzvorland gelangt das Trinkwasser von den Talsperrenwasserwerken überwiegend im freien Gefälle, das heißt ohne künstliche Druckerhöhung zu den Kunden. In einzelnen Teilabschnitten des Transportleitungsnetzes sind Druckerhöhungsanlagen (Pumpstationen) angeordnet, die für den erforderlichen Versorgungsdruck sorgen. Bei Ausfall einzelner Systemkomponenten ermöglichen einzelne Druckerhöhungsanlagen eine Rückwärtsversorgung - z. B. aus dem Grundwasser- in den Harzwasserbereich - und stellen auf diese Weise die Versorgung sicher.

Die dem System der Harzwasserwerke GmbH immanente, hohe Versorgungssicherheit ist insbesondere auf den überregionalen Verbund der einzelnen Wasserwerke und den Verbund der Talsperren- mit den Grundwasserwerken zurückzuführen. Dies gilt zum einen für die Überbrückung geplanter oder ungeplanter Ausfallzeiten von kurzer Dauer, zum Beispiel im Rahmen von Reparatur- oder Wartungsmaßnahmen im Bereich des Leitungsnetzes oder einzelner Wasserwerke. Zum anderen dient der Verbund dem überörtlichen/überregionalen Ausgleich zwischen Wassermangel- und Wasserüberschussgebieten. Der Verbund der Talsperren- mit den Grundwasserwerken ist insbesondere in mehrjährigen Trockenperioden von Bedeutung, in denen das Talsperrensystem durch die Grundwasserwerke, in deren Einzugsgebieten sich solche Trockenzeiten weniger bzw. erst zeitversetzt bemerkbar machen, gestützt werden kann.

Von den Vorteilen der hohen Versorgungssicherheit in Verbindung mit der hohen Qualität des Harzwassers profitieren neben großen Stadtwerken und kleineren Wasserverbänden auch zahlreiche Industrieunternehmen in Niedersachsen und Bremen, die unmittelbar oder mittelbar (in Kooperation mit den örtlichen Wasserversorgungsunternehmen) von der Harzwasserwerke GmbH beliefert werden.

Das Trinkwasserverbundsystem trägt somit wesentlich zur Versorgungssicherheit der angeschlossenen Unternehmen bei und vereinigt die Vorteile ortsnaher Versorgung mit denen des überregionalen Ausgleichs.

Im Versorgungsbereich der Harzwasserwerke GmbH und ihrer Vertriebspartner steht allen Haushalts- und Industriekunden von Natur aus weiches, qualitativ hochwertiges Wasser in der gewünschten Menge, mit dem erforderlichen Druck und hoher Güte Tag und Nacht zur Verfügung.

space (1K)

VERBUND WASSERWIRTSCHAFTLICHER AUFGABEN
















oben (1K)

Das im Hinblick auf die Versorgungssicherheit geschärfte Verbraucherbewusstsein bewirkt eine verstärkte Trinkwasserlieferung aus dem Harz. Damit erfolgt eine nachhaltige Stützung der sinnvollen Verbindung zwischen wasserwirtschaftlich wichtigen Aufgaben wie Hochwasserschutz und Niedrigwasserregulierung mit einer gesicherten Trinkwasserversorgung in einem ganzheitlichen System. Der Nutzung des natürlichen Wasserreichtums des Westharzes zur Schonung örtlicher Grundwasserressourcen kommt gerade in Zeiten ständig steigenden Umweltbewusstseins eine immer größere Bedeutung zu und trägt somit dazu bei, dass bestehende Wasserentnahmen nicht über das derzeitige Maß hinaus ausgedehnt werden.

Neben den genannten Aufgaben werden im Anlagenverbund der Harzwasserwerke GmbH insgesamt 12 Wasserkraftwerke (davon zwei in Kooperation mit unseren Trinkwasserkunden) betrieben, die auf umweltfreundliche Weise jährlich rund 35 Mio. kWh regenerative Energie erzeugen und zum überwiegenden Teil in das öffentliche Netz einspeisen.

space (1K)