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Wasserläufe




 

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GRÄBEN UNTER TAGE

Zusätzliche Informationen

ANLAGE DER WASSERLÄUFE

Sprengstoff war im Bergbau schon ab 1640 bekannt, aber in den Wasserläufen hat man ihn zur Auffahrung erst sehr spät eingesetzt. Hauptproblem war die richtige Dosierung des Schwarzpulvers. Man befürchtete angesichts der relativ geringen Überdeckung der Wasserläufe, bei einer versehentlichen Überdosierung bis an die Tagesoberfläche durchzuschießen.

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"Auffahren eines Wasserlaufes"  H.-J. Boyke


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Eine Übersicht über die Anlagen des Oberharzer Wasserregals finden Sie auf unserer Übersichtskarte.

Vertiefende Informationen erhalten Sie in unserer Broschüre "UNESCO-Welterbe Oberharzer Wasserwirtschaft".

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Wasserläufe sind Gräben unter Tage. Um eine Strecke um einen Berg herum abzukürzen, haben Bergleute häufig eine untertägige Strecke, einen Wasserüberleitungsstollen aufgefahren.

Die Anlage von Wasserläufen verringerte die Betriebskosten erheblich und trug mit zur Betriebssicherheit bei. Besonders der sichere Winterbetrieb (Frostschutz!) und das durch die Abkürzung zusätzlich gewonnene Gefälle dürften die entscheidenden Argumente für die Anlage eines Wasserlaufes gewesen sein.

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HANDARBEIT















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Die älteren Wasserläufe sind von Hand, das heißt mit Schlägel und Eisen aufgefahren worden. Hier betrugen die Vortriebsgeschwindigkeiten je nach Härte des Gesteins etwa ein bis drei Zentimeter pro Mann und Schicht. Damit man trotzdem den Durchbruch der bis zu 1.000 Meter langen Wasserläufe in angemessener Zeit schaffte, wurde an mehreren "Örtern" angesetzt. Hierzu wurden alle 50 bis 100 Meter so genannte "Lichtlöcher", d. h. kleine Schächte, hergestellt, von denen die Bergleute aufeinander zuarbeiteten. Damit auch eine Begegnung unter Tage funktionieren konnte, mussten Markscheider, die Vermessungsingenieure im Bergbau, die Richtung ermitteln und vorgeben.

Insbesondere die älteren Wasserläufe sind sehr kurvenreich, da die Bergleute es vorzogen, möglichst dem weicheren Gestein zu folgen, statt eine gerade Auffahrrichtung einzuhalten. Besonders die vor dem 18. Jahrhundert angelegten Wasserläufe haben dadurch eine im Verhältnis zur Luftlinie fast doppelt so lange Strecke.

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